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Lebenslauf aktualisieren: was sich wirklich ändern muss

4 Minuten Lesezeit · Zuletzt geprüft am 08.09.2026

Die meisten Lebensläufe sind nicht schlecht, sondern alt. Sie beschreiben eine Person, die es vor drei Jahren gab, mit einem Ziel, das inzwischen ein anderes ist.

Ein Lebenslauf muss deshalb nicht neu geschrieben werden. Er braucht an drei Stellen Arbeit, und der Rest bleibt.

Erstens: die oberste Zeile

Ganz oben steht bei den meisten eine Berufsbezeichnung, und die stammt aus der letzten Bewerbung. Sie ist die erste Zeile, die jemand liest, und sie entscheidet, in welche Schublade dein Dossier wandert.

Sie gehört zur Stelle, auf die du dich bewirbst, nicht zu der, die du zuletzt hattest. Wer sich als Sachbearbeiter bewirbt, aber Kundenberater oben stehen hat, macht die Zuordnung zur Aufgabe des Lesers.

Zweitens: die letzte Station

Deine aktuelle Stelle steht meistens noch so da, wie du sie am ersten Tag beschrieben hättest. Nach zwei Jahren machst du andere Dinge.

Schreib auf, was du heute tatsächlich tust, mit Zahlen, wo du welche hast: wie viele Dossiers, welches Budget, wie viele Personen. Nicht weil Zahlen beeindrucken, sondern weil sie Grösse und Verantwortung sichtbar machen, die aus einem Titel nicht hervorgehen.

Drittens: was unten weg kann

Ein Lebenslauf wächst nach unten. Nach zehn Berufsjahren braucht das Praktikum aus dem zweiten Studienjahr keine vier Zeilen mehr, und der Excel-Kurs von 2016 gar keine.

Als Faustregel: was älter als fünfzehn Jahre ist und nichts mit der Stelle zu tun hat, wird zur Zeile oder verschwindet. Zwei Seiten sind das übliche Mass, und bei sehr langer Erfahrung sind drei vertretbar.

Was du NICHT jedes Mal anpasst

Ausbildung, Sprachen, frühere Stationen und Daten bleiben, wie sie sind. Wer bei jeder Bewerbung den ganzen Lebenslauf umschreibt, verliert Zeit und baut Fehler ein.

Angepasst wird die oberste Zeile, die Reihenfolge der Schwerpunkte und, wo vorhanden, ein kurzes Profil von zwei bis drei Sätzen. Das sind zehn Minuten pro Bewerbung, nicht zwei Stunden.

Prüf die Sprachniveaus. Sehr viele Lebensläufe tragen ein Englischniveau, das zuletzt in der Schule geprüft wurde.

Ein Zweitblick lohnt sich

Der eigene Lebenslauf ist die Datei, die man am schlechtesten beurteilen kann. Man weiss, was gemeint ist, und liest es deshalb hinein.

Gib ihn einer Person, die deinen Beruf nicht kennt, und frag sie, was du eigentlich machst. Wenn die Antwort nicht zur Stelle passt, liegt es selten am Leser.

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